2007 - November / Dezember

November - Dezember 2007, Ausgabe Nummer 45

Der ≥Positiv Altern" Rundbrief

http://www.healthandage.com

 Rundbrief ≥Positiv Altern" von Kenneth und Mary Gergen für einen produktiven Dialog zwischen Forschung und Praxis unterstützt durch:Web-based Health Education Foundation und dem Taos Institute
Ausgabe Nummer 45

Ãœbersetzt von Regina SchrÃer, gegengelesen von Dr. phil. Sylvia Roderburg

In dieser Ausgabe:

SPECIAL ANNOUNCEMENT: December 6-8, 2007

"The 2007 National Positive Aging Conference: Beyond the Cutting Edge" St. Petersburg Florida On the campus of Eckerd College Conference website: http://www.eckerd.edu/positiveaging

By attending the 2007 National Positive Aging Conference, professionals in a wide variety of related fields will benefit from the latest thinking in civic engagement, brain fitness, purposeful living,lifelong learning,creativity in later life, living in community, intergenerational programming, and life planning for the third age. Sponsors include American Society on Aging, Civic Ventures, Elderhostel, Generations United, National Center for Creative Aging, National Council on Aging, and Osher Lifelong Learning Institutes

KOMMENTAR: Erzähltes neu Bewerten

 Für viele von uns ist dieser vergangene Monat ein nährendes Intermezzo zwischen den alltäglich wimmelnden Anforderungen an uns gewesen. Wir haben Zeit gefunden, Familie und Freunde zu besuchen und den Kontakt mit Nachbarn und alten Bekannten wieder aufzunehmen. Das Wichtigste dabei ist, dass wir die Muße gefunden haben, uns vergangene Ereignisse wieder zu erzählen ˆ Geschichten, voller Humor, Traurigkeit, Spannung und auch Enttäuschung. Oftmals scheint unser Geschichten Erzählen nichts anderes zu sein, als eine angenehme Art des Zusammenseins.

Häufig tauschen wir dieselben Geschichten aus, die wir einander jahrelang erzählt haben. Vor einigen Wochen fanden wir uns eingetaucht in einer solchen Aktivität wieder. Wir hatten uns mit Freunden, die wir schon seit 25 Jahren kennen, welche jedoch durch den Ozean von uns getrennt sind, eine alte Hütte gemietet.

Während die Tage mit langen Abenden des Erzählens verstrichen, begannen wir unsere Beschäftigung mit neuen Augen zu sehen. Wir erkannten, dass unsere Geschichten nicht nur entbehrliche Heiterkeiten waren, sondern ein zentraler Beitrag dazu, dem Leben Bedeutung zu schaffen.

Als wir lachten und stÃhnten und als wir durch unsere gut getragenen Erzählungen zur Ruhe kamen, erkannten wir, dass sie Wert ins Leben spritzten. Sie erlaubten uns unsere Kreationen des Guten und Wertvollen zu teilen und aufrechtzuerhalten

Unsere Lieblingsgeschichte, die davon erzählt, wie wir über einen Friedhof gehen, ist nicht nur eine gute Geschichte; sie verbindet uns auch mit einem Forschungsprojekt, welches unser Leben verändert hat und durch ihre Botschaften der Hoffnung, ebenso bei vielen anderen zu wertvollen Ergebnissen geführt hat. Durch die erzählten Geschichten, sehen wir das Leben nicht mehr einfach als eine Aneinanderreihung von Ereignissen, sondern als einen Weg! Und dieser Weg ist es, der entscheidend ist. Ebenso liefern diese Erzählungen eine schweigsame Bejahung des Bandes unter uns. "Erinnert ihr euch an die Zeit, in der wir uns gleich gekleidet haben.... wir uns gegenseitig stinkenden Käse im Gepäck versteckt haben... unsere
Kinder die kleine K babygesittet haben... wir zu Abba gesungen haben...."?

All diese Geschichten erlauben uns, unser Bewusstsein der Vereinzelung abzuwerfen, und die Existenz von "uns zusammen" zu bestätigen. Schließlich ist da noch die reine Tat gegenseitiger Unterhaltung. Im Erzählen einer guten Geschichte bringen wir Gelächter, Freude, Traurigkeit, Verlangen und so viele andere Früchte einer dramatischen Aufführung hervor. An einem Abend voller Geschichten, wiederholen wir
gewiss die Geschichten unserer alten Vorfahren.

Das bedeutet zumindest teilweise, dass Gespräche über das ≥Hier und Jetzt„ oder das ≥nächste große Vorhaben„ begrenzten Wert haben. Das gemeinsame Zurückschauen ist ein bedeutungsvoller Beitrag zum Leben. Dies ist auch eine Einladung sich nicht nur dem Geschichten erzählen hinzugeben ˆ selbst wenn diese sich wiederholen- sondern ebenso nach Wegen zu suchen, die profanen Bedeutungen des alltäglichen Lebens in das Dramatische umzuwandeln.

Drama wohnt nicht den rauen Wirklichkeiten inne, aber wir haben die Kompetenz, es in bezaubernder Weise zu erschaffen.

Schließlich müssen wir auch dem guten ZuhÃrer Ehre erweisen, denn ohne die Gunst des HÃrers wird jede Geschichte schal. Es liegt in der Beziehung, dass ein einfaches Wieder-Erzählen zu einer  Neubewertung des Lebens selbst wird.

Ken und Mary Gergen

FORSCHUNG: rezeptive versus produktive Beschäftigung

Viele der Forschungsergebnisse, von denen wir in diesem Newsletter berichtet haben, unterstützen die weit verbreitete Ansicht eines bekannten Sprichwortes: ≥Nutz es oder büß es ein„. Dies beinhaltet folgende Ansicht: Der bestmÃglichste Weg im Alter kÃrperlich und kognitiv fit zu bleiben, ist die fortwährende Nutzung unseres KÃrpers und unseres Geistes.

Allerdings ist diese Sicht auch in ihrer Annahme beschränkt, dass es das bestmÃgliche sei, an vergangenen Fähigkeiten haften zu bleiben, welche in jedem Fall langsam verschwinden werden. In gegenwärtiger Forschung wird diese Sichtweise herausgefordert. Genauer gesagt,  konnten Forscher zeigen, dass es, wenn wir uns intensiv mit einer Herausforderung für Geist und KÃrper beschäftigen ˆ es zu einer Zunahme von Fähigkeiten kommen kann. Neue neuronale Pfade im Gehirn kÃnnten sich entwickeln. Sodann gilt es zwischen rezeptiver Beschäftigung, die sich vom Lesen eines Buches oder dem Ansehen eines Filmes herleiten lassen kÃnnen, und der produktiven Beschäftigung, die durch das Schreiben eines Buches oder dem Lernen einer neuen Sprache resultieren kÃnnen, zu unterscheiden. Letztere verlangen,dass wir uns intensiv mit neuen Herausforderungen auseinandersetzen. Während rezeptive Beschäftigungen eher bestehende Fähigkeiten stärken kÃnnen, kÃnnen produktive Beschäftigungen eher bestehende Potentiale erweitern.

Um diese MÃglichkeiten zu erforschen, wurden ältere Erwachsene einen Monat lang in einen Theater Workshop eingeschrieben. Das Theater wurde wegen seiner starken, fordernden und einnehmenden Herausforderungen an kognitive und soziale Leistungen gewählt. Eine weitere Gruppe nahm an einem Kurs für visuelle Künste teil, während eine dritte eine Kontrollgruppe bildete. Testergebnisse konstatierten am Ende des Monats, dass die Theatergruppe (Gruppe der produktiven Beschäftigung) ein besseres ErinnerungsvermÃgen, eine bessere ProblemlÃsefähigkeit und ein grÃßeres Gefühl des Wohlergehens zeigte als die Gruppe, die sich mit visueller Kunst auseinandersetzte oder die Kontrollgruppe. DerRÃckschluss der Forscher ist, dass das vÃllige Eintauchen in die Theateraktivitäten die Fähigkeiten stimulieren. Wie die ForscherInnen herausfanden dauerten die verbesserten Leistungen wenigstens vier Monate an (danach wurden die Teilnehmer nicht mehr getestet). Die Schlussfolgerung dieser Forschung ist, dass man sich nicht mit dem zufrieden geben muss, was man immer schon getan hat  und dass das Annehmen neuer Herausforderungen bedeutet, den Entwicklungsprozess fortzusetzen.

From: Improving cognitive function in older adults: Nontraditional approaches by Denise C. Park, Angela Std. Gutchess, Michelle L. Meade & Elizabeth ein. L. Stine-Morrow. Journal of gerontology, Series B, 2007, 45-52.

FORSCHUNG: Spät entdeckte Talente: die Kunst

Einer der atemberaubendsten Widersprüche zu unserer weit verbreiteten Ansicht, der Künstler sei geboren, nicht gemacht, sind die Geschichten von Künstlern, die ihre Talente im späteren Erwachsenenalter entwickelt haben. Dieses Thema war der Fokus von Pamela Brett-MacLean's PhD. Doktorarbeit. Ihre Teilnehmer waren acht Frauen und drei Männer, im Alter von 59 bis 89 Jahren. Sieben der Teilnehmer hatten ihre Kunstwerke in der Vergangenheit bereits ausgestellt und verkauft. Die bleibenden vier hatten ein ernsthaftes Interesse an Kunst, jedoch nicht auf einem professionellen Niveau. MacLean's Analyse fokussierte die Geschichten, welche jeder von ihnen über ihr entstehendes Mitwirken in der Kunst erzählte; Sie berichteten primär, wie sie Künstler wurden, wie ihr Leben durch ihre künstlerische Aktivität bereichert wurde, und schließlich erzählten viele, wie ihr Leben als Künstler ihre bedeutungsvollste Identität hervorbrachte.

Ihre Geschichten enthüllten, dass die Entwicklung eines Künstlers durch den Prozess des Alterns erleichtert wird. Psychologisch betrachtet zeigt das Endergebnis ein Gefühl von Alterslosigkeit, Vitalität und einen Fokus auf ihre künstlerische Produktivität. Künstler sein ist eine Berufung, von der sie sich nie zurückziehen wollen. Ein Gesprächspartner sagte, "ich entdeckte einen Teil von mir, von dem ich nichts wusste. Aber jetzt kann ich es einfordern..... Ich werde mit meinen Füßen malen, wenn meine Hände nicht mehr kÃnnen." Ein anderer sagte: "ich habe mich von der Kunst nicht zurückgezogen. Ich glaube nicht, dass ich es je werde. Ich hoffe, ich sterbe mit einem Pinsel in meiner Hand." Ein dritter sagte, "ich kann mir nicht vorstellen irgendetwas anderes zu machen oder irgendetwas mehr zu genießen als das Malen. Ich liebe es."  Wie Brett-MacLean betont, erwirbt das Leben durch eine ästhetische Aktivität ein tieferes  Bedeutung, und sein Potenzial, die menschliche Existenz zu bereichern sei unendlich.
 
From: Art (ists) in the  Making: Exploring Narratives of coming to art in later life By Pamela Jean Brett-MacLean. PhD Dissertation, University of British Columbia, june 2007.

IN DEN NACHRICHTEN

MEDITATION: GUT FÃœR DAS HERZ

Forscher der Universität von Pennsylvania prüften die Wirkungen von transzendentaler Meditation bei 23 afroamerikanischen Herzpatienten mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren. Sechs Monate lang meditierte die Hälfte der Teilnehmer, während die anderen im Bezug auf ihre Gesundheit beraten wurden. Zudem erhielten sie alle die üblichen medizinischen Behandlungen. Die Studie zeigte, dass jene, welche meditierten, verglichen mit ihrer Kontrollgruppe in Tests bezogen auf Beweglichkeit und die Lebensqualität, grÃßere Verbesserungen zeigten. Sie hatten zudem weniger Klinikaufenthalte und berichteten weniger deprimiert zu sein. Durch die Herabsenkung der Aktivität des Zentralen Nervensystems, welches zu Stress
und HerzfunktionsstÃrungen beiträgt, verringerte die Meditation Herzversagen.

Die Studie wurde im der Ausgabe vom Winter 2007 der Ethnicity & Disease verÃffentlicht.

From: meditation may ease heartfailure. Philadelphia-Inquirer, March 19, 2007, E2.

GEHIRN ˆ FITNESS

Was ist gemeint, wenn wir von der Fitness unseres Verstandes sprechen? Für die meisten Menschen beinhaltet dies aufmerksam zu sein, ein gutes Gedächtnis zu haben und klar denken zu kÃnnen, aber keinesfalls senil oder an Alzheimer erkrankt zu sein.

Dies waren vorläufige Ergebnisse einer nationalen Telefonumfrage, die im April 2006 bei Menschen ab 42 Jahren, von Harris Interactive geführt wurde. Weitere Ergebnisse sind ebenfalls hÃchst interessant:

Entsprechend der oben genannten Ergebnisse der Studie zur produktiven Beschäftigung, glaubten 90% der Untersuchten, die 42 Jahre und Älter waren, dass sie ihre Gedächtnisleistung verbessern kÃnnen. Es ist
ermutigend festzustellen, dass 84% berichten, dass sie, üblicherweise täglich, Zeit mit Aktivitäten verbringen, die das Gedächtnis trainieren. Oftmals beschäftigen sich die Probanden in kreativen Projekten, lesen, betreiben Sport oder gehen spazieren, spielen Gesellschaftsspiele und Puzzle, sie arbeiten und pflegen Beziehungen. Dem Bild hinzufügend stimmen 60-70% auch mit vielen Forschern überein, welche glauben, dass das Vermeiden von Tabak, das Essen vieler frischer Früchte und Gemüse und der eingeschränkte Genuss alkoholischer Getränke das Erhalten der Gehirnleistung und des Verstandes unterstützt.

Interessant für all jene, die das Gefühl haben,ihr ErinnerungsvermÃgen verringere sich, ist, dass 96% der Stichprobe ihr aktuelles ErinnerungsvermÃgen als ausgezeichnet oder gut bezeichnen. Dennoch sorgen
sie sich über ihre Zukunft. Je älter wir sind, desto später setzt das Alter ein, in welchem wir glauben, dass wir uns um einen Gedächtnisrückgang sorgen sollten.Interessanterweise gibt es keinengroßen Unterschied innerhalb der 42- bis 64jährigen, welche von sich selbst glauben, sich gut an die vorherige Woche erinnern zu kÃnnen. Ãœber die Hälfte glaubt, dass sie ein ausgezeichnetes Gedächtnis hat. Aber, es gibt eine geringere Selbsteinschätzung bei Menschen ab 65. Ab diesem Alter schätzen nur 34% ihre Erinnerung als eine gute oder ausgezeichnete ein. Ob dies treffend ist oder einfach der Gebrauch eines Stereotyps auf sich selbst (z.B. die allgemeinen Erinnerungslücken dem Alter zu zuzuschreiben), konnte in dieser Studie nicht ermittelt werden.

From: Asa-Metlife Foundation report on attitudes and awareness of brain health poll, 2006.

WERDEN SIE STÄRKER, LEBEN SIE LÄNGER


Gedächtnistraining ist schÃn und gut. Aber Gewichte zu heben, ist nach L. Westcott, auch ein Gesundheitstonikum für ältere Menschen. Westcott, Autor von Strenght Training past 50 (Human Kinetics, 2007). Im Laufe der Jahre verlieren Menschen etwa 3 Kilo ihrer Muskelmasse in einem Jahrzehnt. Dies verursacht eine Entkräftung des KÃrpers und eine Verlangsamung des Stoffwechsels, der zu Gesundheitsproblemen führen kann. Den Ergebnissen der Untersuchung zur produktiven Beschäftigung folgend kann dieser Rückgang gestoppt werden und sogar durch Krafttraining umgekehrt werden.

Untersuchungen der Universität von Alabama konnten zeigen, dass ein Hanteltraining (30-40 min, 3x in der Woche), die Muskelstärke bei Frauen im Alter von 60-77 Jahren um fast 40% erhÃht, welches sie auf ein Niveau mit 35jährigen setzt.

Um dies selbst mal zu testen, brauchen Sie nur zwei Sachen:eine Stunde pro Woche, aufgeteilt in 2x 30 Minuten und ein Paar Hanteln. Anfänger sollten mit 2,5 ˆ 4-Kilo-Hanteln beginnen, und sollten die Ãœbungen, welche verschiedenste KÃrperbewegungen und Positionen einschließen, je 8-12 x wiederholen. Werfen Sie einen Blick auf den Mai/Juni Ausgabe des  AARP, um präzise Details über die Ãœbungen zu Ihre Lieblingsbuchhandlung, um das Buch zu kaufen, welches Ihnen das Krafttraining für einen voll entwickelten Erwachsenen beschreibt.

From: Get stronger, Live longer by Gabrielle deGroot Redfort. AARP Magazine, May & June 2007 pp. 24-26.

BUCH- UND ZEITSCHRIFTENBESPRECHUNGEN

 TRANSFORMATIONAL ELDERCARE FROM THE INSIDE OUT: STRENGTHS-BASED STRATEGIES FOR CARING, by James Douglas Henry and Linda Gambee Henry. Silver Springs, MD:American Nurses Association, 2007
 
This book is a wonderful text for people studying in all areas of geriatric care, as well as a helpful book for people who want to rethink their own process of aging. Through stories, background information, and older people from a strength-based perspective is given. The book ranges from the physiological to the psychological to the spiritual, as the authors integrate various fields of study into a coherent whole; their message encourages all stakeholders in the aging process to work from a vision of possibilities and potentials, ratherthan loss.
 
Changing from the Inside Out, as the title indicates, is a matter of changing the negative stereotypes of aging that  permeate  Western culture. It suggests that caregivers and others  recognize that all older people have weathered many a storm in their own fashion. Each person has accumulated a wealth of experience that has brought joy, insight and sorrow. No one is alike. Thus, rather than grouping "old people" together as one homogeneous bunch, it is important to recognize the uniqueness of each person. It is through coordinating with others on the basis of their unique capacities that life can be better lived, despite what may seem to be enormous deficits or handicaps.  Ultimately the book is meant to be a conscious preparation for one's own death, along with creating the possibility of overcoming the fear of dying so that life may be lived more joyously.

The book contains excerpts from interviews conducted by the authors with hands-on care-givers as well as with administrators and academic experts in the field of geriatrics. Using a participatory research methodology, they strive to integrate the new ideas from these various people into their reflections and conclusions. The first chapter contains a vast summary table of Innovative Programs, Elder Communities/Places, Workshops/Training/Consumer Information, Movies/Videos, Therapies/Techniques, and Philosophy/Research, which touches on the major innovations elicited within the interviews and other research.

The result is a compelling and optimistic vision of the potentials of aging.
 
As a companion to the book, the Henry's have created a Facilitator's Guideon CD to assist healthcare professionals and educators to use the multiple care-giving perspectives from the book.

JOURNAL REVIEW: THE LLI REVIEW. The Annual Journal of the Osher Lifelong Learning Institutes. Published by the Osher Lifelong Institute.
 
The focus of the new journal is on learning in the later years, and is written, reviewed and edited by "seasoned citizens," many of whom work within the Osher Lifelong Learning organization. The articles forge strong links among research, theory and everyday life. In addition the journal contains poetry and short fiction, related to the topic of learning in the later years.
 
Profiles of exemplary and inspiring colleagues within the field are also included. The journal contains sections of Research and Theory, of Life Stories, Best Practices, and Learning Resources, as well as the poems. The
journal is free and available to the public via the internet:http://www.osher.net. One copy a year is planned.
 
The Lifelong Learning Institute is supported by the Bernard Osher Foundation, founded in 1977 by Bernard Osher, a businessman and community leader. The Foundation's mission is to support lifelong learning through
institutes, which are located on 90 campuses from Maine to Hawaii, and through its integrative medicine programs. The Institutes are based on peer-taught courses and other activities for adult learners, age 50 plus. The Institute in Maine is the National Resource Center of the Institutes.

It facilitates the exchange of information and experiences among institutes throughout the country.

LESERECHO

* Weisheit aus vergangenen Zeiten: Was uns Cicero über das Altern erzählen konnte

Das Folgende finden wir in ≥Maior De Senectute„, einer Arbeit von Cicero, übersetzt und eingesendet von Robert Hill,den wir durch Workshops des Taos-Instituts getroffen haben; Bob ist ein Hobby Gelehrter der klassischen Literatur.

1. Für diejenigen, denen die notwendigen inneren Ressourcen für ein erfülltes und glückliches Leben fehlen, ist jedes Alter riskant. Für diejenigen, die erkannt haben, dass ihnen ihr ganzes Reichtum innewohnt, erscheint nichts gefährlich, weil es lediglich von der Natur erzwungen wird.

2. Für die Natur, welche die Geschichte anderer Teile des Lebens so gut geschrieben hat, ist es nicht wahrscheinlich, dass sie ihre letzte Tat vernachlässigt, wie ein schlecht schreibender Dramatiker. Vielmehr, würden wir dort ein sinnhaftes Ende finden; Früchte vom Baum, ein Produkt der Erde, von der Fülle der Zeit gereift, bereit vom weisen Mann sachte davon getragen zu werden und bereit zu fallen.

3. Ältere Leute, die ausgeglichen, und weder unflexibel noch engstirnig sind, halten den Alterungsprozess für machbar, während jene, denen ein Gefühl der Güte und der Weltoffenheit fehlt, jede Periode des Lebens bedrückend finden werden.

4. Hohes Alter kann auch einen Mann mit positiver Lebenseinstellung nicht dazu bringen, sorgenfrei inmitten knirschender Armut zu leben. Ebenso wenig kann es einem Narren die Bedrückung nehmen, auch dann nicht, wenn er im Schoß des Luxus wohnt. Die wirksamste Strategie für Altern ist die phantasievolle Kultivierung von Praktiken, welche sich über den Verlauf einer langen, vollen Lebensdauer als unglaublich fruchtbar erweisen. Nicht nur, weil sie Sie nie verlässt, nicht einmal in den letzte Minuten des Lebens (obwohl das wahrscheinlich das Beste daran ist), aber auch,weil es die schÃnste Sache ist, sich daran zu erinnern, wie wir unser Leben im Dienste der Anderen gelebt haben.

5. Es gibt auch eine Art des Alterns, die besinnlich und ruhig ist, die Erfüllung eines gütig gelebten Lebens, durch Besinnung, persÃnliche und intellektuelle Entwicklung markiert. Der Philosoph Plato war einer jener, die in dieser Art alterten; er starb mit  81,  einen Kugelschreiber in der Hand. Der großen Gerichtssaalfigur Isocrates wird nachgesagt, eins seiner berühmtesten Argumente im Alter von 94 geliefert zu haben und noch ein weiteres halbes Jahrzehnt danach am Leben festgehalten zu haben. In der
Tat hat sein Lehrer Gorgias von Leontinoi das Beste aus 107 Jahren gemacht und sich nie vom aktiven Leben zurückgezogen. Und als sie ihn fragten, warum er so lang herumgelungert hatte (statt einen ruhigen Tod zu sterben, wie es üblich war), antwortete er mit den berühmten Worten: "Ich konnte einfach keinen Nährboden finden, das hohe Alter dafür in Verantwortung zu ziehen.„ Gesprochen wie ein wahrer Anwalt!...

Danke, Bob, für deine Übersetzung und dafür, dass du diese faszinierende Arbeit mit uns geteilt hast.

ANKÃœNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN

Last Minute Reminder: September 6-8: AARP's National Event & Expo in Boston at the Convention Center. Hear Whoopi Goldberg, Maya Angelou, Michael and Kurt Douglas, and entertainers including Rod Stewart and Lily Tomlin; interactive exhibits, nightclubs, exercise classes, and more. http://www.aarp.org/events
1-800-883-2784.
 
September 17-20, 2007: Autumn Series on Aging, East Coast, Philadelphia. October 8-11, 2007: Autumn Series on Aging, West Coast, San Francisco. American Society on Aging. Intensive workshops for professionals who work with older adults http://www.asaging.org/autumn-series
 
Conference: Ageing femininities, representation, identities, feminism
 
U of Western England (UWE) Bristol, UK Saturday, October 6, 2007. Papers will explore representations of older women in any medium from feminist perspectives.
 
Topics to be addressed include:
 
- Representations of older women
- Older women and consumer cultures
- Older women and the gaze
- Classed femininities, aging and cultural capital
- Aging and racial/ethnic femininities
- Aging and sexual identities
- Feminine bodies and aging
- The cultural production of female aging
- H.R.T and the menopause
- Age, the body and performativity
 
E-mail- josie.dolan@uwe.ac.uk for more information
 
September 20, 2007 - Elder Training program. Facilitated by Macrina Scott, a certified Sage-ing leader. A 22 week program for transitioning to elderhood, using exercises created by Rabbi Zalman Schachter-Shalomi.

For information, call 303-756-3083, Ext. 123; email: macrina@mpbdenver.org

Leserinformationen

- Wenn Sie diesen Rundbrief abonnieren wollen, besuchen Sie bitte:
www.positiveaging.net

- Fragen und Rückmeldungen
Wenn Sie Fragen haben oder den LeserInnen des Rundbriefes Material vorstellen wollen, schreiben Sie bitte Mary Gergen an gv4@psu.edu.

- Vergangene Ausgaben
Vergangene Ausgaben des Rundbriefes sind archiviert unter:www.positiveaging.net
 
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Schauen Sie auch die weiteren Aktivitäten des Taos Instituts an:
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